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Leiter einer eigenen Nachilfeschule

Viele Nachhilfelehrer entscheiden sich nicht freiwillig für diesen Beruf, sondern werden aufgrund fehlender Lehrerstellen an den staatlichen Schulen dazu verdammt, freiberuflich in privaten Nachhilfeinstituten zu arbeiten. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage für Lehrer und den geringen Aussichten auf eine Verbeamtung hatte sich auch dieser examinierte Lehrer selbstständig gemacht. Nun, da er nicht mehr freiberuflich oder als Angestellter für andere arbeitet, hat er dies schätzen gelernt und füllt mit seinem Angebot eine Lücke im deutschen Schulsystem. Er erzählt von seinen Wettbewerbsvorteilen, dem französischen Schulsystem und Schulproblemen, die Eltern allein durch eine veränderte innere Einstellung und Kommunikation verhindern könnten.


Er arbeitet mittlerweile seit elf Jahren in der Nachhilfe, ist Anfang vierzig, verheiratet und hat ein Kind. Sein Tag ist durch die eigenen Kurse sowie durch die Leitung der Schule und Organisation der bei ihm beschäftigten Lehrer sehr ausgefüllt. Das Gespräch findet abends statt, während seine Frau gerade im Yogakurs neue Kraft schöpft. Gerade erst brachte er seine kleine Tochter zum Schlafen und hat nun ein wenig freie Zeit.

Artikel anzeigen | 24.04.2010, 00:03 von admin | 0 Kommentare | 150 Aufrufe

Musiker

Wie viel Wahrheit steckt hinter dem Klischee „Sex, Drugs and Rock'n'Roll"? Dieser Schlagzeuger erzählt, dass vieles davon wahr ist. Er berichtet von Auftritten, Bands, Frauen und dem unrealistischen Bild des Superstars. Desweiteren sinniert er über die Arbeitsbedingungen in seinem Beruf als Freiberufler und vergleicht seinen Job mit einem Leben als Angestellter, das für ihn keinesfalls in Frage käme. Er schätzt die Freiheit, seinen Beruf selbst zu gestalten, stellt jedoch auch fest, dass dies regelmäßig zu Existenzängsten führen kann.

Dieser Musiker ist Ende dreißig, ledig und hat einen Sohn, der bei dessen Mutter lebt. Das Gespräch findet nach einer Unterrichtsstunde im Übungsraum einer Musikschule statt, für die er freiberuflich arbeitet. Er hat mittellange Haare, ist schlank, leger gekleidet und macht einen ruhigen, gelassenen Eindruck.

Artikel anzeigen | 09.04.2010, 12:15 von admin | 0 Kommentare | 190 Aufrufe

Künstler

Künstler als Berufung - das ist keine außergewöhnliche Erkenntnis. Doch als freischaffender Maler arbeiten und damit genug für seinen Lebensunterhalt verdienen? Was nur wenigen vorbehalten zu sein scheint, ist diesem Maler gelungen, wenngleich das Thema Finanzen noch immer regelmäßig viel Nerven abverlangt. Zwar erkannte er seine Begabung erst spät, richtet aber seit dem Tag der Entscheidung alle Energie in das künstlerische Schaffen. Er beschreibt hier, was es benötigt, sich als Künstler zu etablieren und wie der Schaffensprozess bei ihm aussieht beziehungsweise welche Rahmenbedingungen ein gutes Gelingen unterstützen.

Er ist Anfang fünfzig, ledig ohne Kinder und bereits seit dreißig Jahren in diesem Beruf. Das Gespräch findet abends in einem Atelier mit zwei großen Räumen im Hinterhof einer Kleinstadt statt. An der Seite des einen Raums stehen unzählige Bilder der unterschiedlichsten Formate und im Hintergrund läuft Musik seines Lieblingsmusikers Bob Dylan. Kreativität liegt in der Luft.

Artikel anzeigen | 09.04.2010, 11:50 von admin | 0 Kommentare | 192 Aufrufe

Floristin

Ist die zentrale Qualifikation für den Beruf der Floristin Kreativität? Das ist, wie diese Floristin erläutert, zwar eine Kernqualifikation, aber keineswegs die einzige. Man arbeitete körperlich schwer, müsse gut rechnen und auch unter Zeitdruck sauber arbeiten können. Diese Floristin durchlief erst eine andere Ausbildung und kam durch den elterlichen Betrieb zu ihrem heutigen Beruf, was sie mittlerweile ganz und gar nicht bereut. Nun leitet sie einen eigenen floristischen Betrieb und erläutert neben der Beschreibung ihres Berufs auch Anforderungen an heutige Auszubildende.

Sie ist Mitte vierzig, verheiratet, ohne Kinder und arbeitet seit zwei­undzwanzig Jahren als Floristin. Das Gespräch findet in einem kleinen Büro statt, das hinter dem blumengeschmückten Ladenlokal und dessen Neben­zimmer, wo die Blumen zu Sträußen verarbeitet werden, liegt. An der Wand des Büros lehnen große Holzblumen, die eventuell für spätere Verzierungen im Laden oder bei Kundenveranstaltungen Verwendung finden werden.

Artikel anzeigen | 09.03.2010, 17:09 von admin | 0 Kommentare | 305 Aufrufe

Schönheitssalonbesitzerin

Diese Besitzerin eines Schönheitssalons hat sich von klein auf ihr mittlerweile gut laufendes Geschäft aufgebaut. Indem sie in einer Branche, die an Wettbewerbern nur so strotzt, eine Nische ausfüllt. Ihre Arbeit richtet sich einerseits an Menschen, die nach einer schweren Krankheit eine kosmetische Wiederherstellung benötigen, andererseits aber auch an betuchtere Personenkreise, die sich beispielsweise beim Anti-Aging Hilfe ersuchen, um ihre jugendliche Frische so lange wie möglich erhalten zu können. Aus ihrer Sicht keinesfalls ein verwerflicher Gedanke, denn „auch ein Auto würde bei kleinen Kratzern oder Beulen in die Werkstatt gebracht". Allerdings erwarteten die Menschen oftmals zu viel von der Kosmetik und kämen erst dann, wenn nur noch aufwendige kosmetische Eingriffe weiterhelfen.

Die Salonbesitzerin ist Anfang fünfzig, geschieden, hat zwei Kinder und arbeitet in dieser Tätigkeit seit zwölf Jahren. Gesprächsort ist das geschmackvoll eingerichtete Vorzimmer eines in zentraler Lage gelegenen Salons. Die örtliche Nähe einerseits zur Einkaufspassage und andererseits zu Kliniken spiegelt die Geschäftsfelder Schönheit und Medizin wider. Das Gespräch findet bei einem Glas Rooibos-Tee, auf schönen Rattansesseln sitzend, statt.

Artikel anzeigen | 09.03.2010, 16:49 von admin | 0 Kommentare | 303 Aufrufe

Mediatorin

Mediation ist ein standardisiertes Verfahren zur Lösung eines Streits und kann selbst dann noch Erfolg bringen, wenn Konfliktparteien (Medianten) schon so zerstritten sind, dass sie es nicht mehr schaffen, direkt miteinander zu reden. Das Verfahren wird immer populärer. Es bedarf einer eigenen Ausbildung, um auch bei komplexen Konflikten helfen zu können.

Diese Mediatorin und Rechtsanwältin für Familienrecht ist Ende fünfzig, verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist eine der Pioniere der deutschen Mediationsbewegung in Deutschland und erhielt für Ihre Arbeit eine Auszeichnung. In gleichen Räumlichkeiten hat sie eine Rechtsanwaltskanzlei und die Mediationspraxis. Sie verbreitet das Mediationsverfahren durch eigene Schulungen beziehungsweise Ausbildungen. In dem Interview erzählt sie von den Möglichkeiten und Erfahrungen bei Mediationen zu helfen sowie von dem eigenen Anspruch, dies mit hoher Qualität zu tun. Sie gibt zudem einen Ausblick auf die Zukunft der Mediation in Deutschland.

Artikel anzeigen | 09.03.2010, 16:34 von admin | 0 Kommentare | 413 Aufrufe

Immobilienmakler

Immobilienmakler vermitteln zwischen Verkäufern und Käufern eines Grundstücks oder Gebäudes beziehungsweise zwischen Vermieter und Mieter. Das erfordert Idealerweise ein breites Fachwissen, um den Wert von Immobilien sicher beurteilen zu können. Laut dieses Immobilienmaklers ist aber genau das ein Punkt, der seinem Berufsstand oft ein schlechtes Image beschert. Er berichtet von Immobilien, Provisionen, Verträgen, Arbeitsalltag und seiner Motivation zu arbeiten.

Der Makler ist Ende fünfzig und hat sich neben der reinen Vermittlung auf den Bereich Immobilienberatung spezialisiert. Das Gespräch findet in seinem Büro statt, das in bester Lage gelegen ist und einen schönen Blick auf Stadt, Erholungsflächen sowie umgebender Natur bietet. Die Einrichtung des Zimmers ist robust, an einer Seite des Raumes steht eine Pendeluhr, in den Regalen befindet sich christliche Literatur.

Artikel anzeigen | 08.03.2010, 23:48 von admin | 0 Kommentare | 508 Aufrufe

Feuerwehrmann

Der Beruf des Feuerwehrmanns gehört, neben dem Lokomotivführer, zu den Evergreens unter den Kindheitsträumen. Der hier mitteilende Feuerwehrmann übt seinen Beruf mit einer so großen Leidenschaft aus, dass er sogar parallel bei der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr arbeitet. Es motiviert ihn, mit seinem Beruf Menschen helfen zu können, was er als einen großen Vorzug im Vergleich zu anderen Berufen, in denen er keinen direkten Nutzen für andere erkennen kann, betrachtet. Jedoch zeigt er auch, dass sich all jene, die von einer hauptberuflichen Tätigkeit bei der Feuerwehr träumen, nur wenig Hoffnung machen können: In der heutigen Zeit könne sich die Berufsfeuerwehr unter der Fülle an Bewerbern die Rosinen herauspicken, weshalb nur Multitalente Chancen auf eine feste Anstellung haben.


Dieser Feuerwehrmann ist Ende fünfzig, verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet seit achtunddreißig Jahren in diesem Beruf und wird nach zwanzig Jahren Berufsfeuerwehr in zwei Jahren pensioniert. Das Gespräch findet an seinem zweiten Arbeitsplatz, im Büro der freiwilligen Feuerwehr statt, das sich direkt über der Fuhrparkhalle der Einsatzfahrzeuge befindet.

Artikel anzeigen | 04.03.2010, 00:34 von admin | 0 Kommentare | 375 Aufrufe

Praktika stellen für die Berufsfindung eine gewinnbringende Möglichkeit dar, weil sie hautnah Einblicke in ausgewählte Berufe geben. Sie ermöglichen es, die eigenen persönlichen und fachlichen Fähigkeiten auf einen bestimmten Beruf hin zu testen, die Branche oder ein spezifisches Unternehmen kennenzulernen und auch ein bereits vorhandenes fachliches Wissen mit praktischer Erfahrung anzureichern. Hört man sich unter den Traumberufen junger Menschen um, so findet sich in dieser Liste oft auch die Arbeit beim Fernsehen. Diese Studentin erzählt, dass der Weg dorthin viel Durchhaltevermögen abverlange und man Volontariate wie die Nadel im Heuhaufen suchen müsse. Hunderte Praktikanten hofften auf eine einzige Volontariatsstelle und Fernsehsender nützten diese Befürchtungen der Praktikanten aus, um sie als kostenlosen Ersatz für teure Kameraleute und Organisationskräfte auszubeuten. Dennoch hält sie viel von Praktika, bereut ihre Entscheidung nicht und kann diese Art der vorübergehenden Be­schäftigung sehr empfehlen.

Sie ist Mitte zwanzig, ledig und derzeit im achten Semester des Studiengangs Übersetzen (Englisch und Spanisch, Ergänzungsfach Wirtschaft).

Artikel anzeigen | 01.02.2010, 23:56 von admin | 0 Kommentare | 446 Aufrufe

Ein Schulleiter repräsentiert neben seiner vielfältigen Führungsfunktion auch die Schule nach außen. Ganz nebenbei gibt er meist noch selbst Unterricht. Dieser Schulleiter eines beruflichen Schulzentrums hat sich bewusst für die Fülle an Aufgaben entschieden, da sie ihm viel Kreativität und Freiheit biete. Er spricht von seinen Aufgabenbereichen, gesell­schaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Schule an. Des Weiteren erzählt er, warum er von den vielen neuen Medien in der Schule nicht viel hält und wie Motivation, eigenständiges Denken sowie das Erarbeiten von Lernstoff aus seiner Sicht verbessert werden könnten.

Er ist Ende fünfzig, verheiratet, hat zwei Kinder und ist seit vierzig Jahren als Lehrer tätig. Es ist die letzte Woche der Sommerferien, daher ist die Schule während des Gesprächs noch weitgehend menschenleer. Es herrscht Ruhe - nur im Sekretariat und im Lehrerzimmer herrscht bereits Hochbetrieb. Weil der Schulleiter bei allen organisatorischen Vorbe­reitungen auf das kommende Schuljahr für eine wichtige Rolle spielt, wird das Gespräch laufend von Anrufen unterbrochen.

Artikel anzeigen | 01.02.2010, 23:48 von admin | 0 Kommentare | 314 Aufrufe
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