
Hier kannst Du Berufsgeschichten (Echte Erfahrungsberichte, was Leute in Ihrem Beruf tun und wie sie das erleben)
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Einkaufswagenschieber (vollständig)
EinkaufswagenschieberWagenschieber Viele Menschen können ihr Hobby nicht zum Beruf machen. Dieser Wagenschieber eines Einkaufszentrums würde zwar viel lieber als Pantomime arbeiten, hätte dann aber kein Auskommen und entschloss sich nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit darum, für einen, wenn auch einfachen, „Brotberuf". Er erzählt von den Heinzelmännchen des Einkaufszentrums, die niemand kennt, aber jeder braucht, von windigen Einkaufswagen und seinem Traum, doch noch in die Manege zu wechseln. Es ist mit 37,5 °C ein heißer Sommerabend. Dieser Einkaufswagenschieber ist Ende dreißig, ledig und hat ein Kind, das bei seiner früheren Partnerin wohnt. Ursprünglich arbeitete er als Stahlbetonbauer. Wir treffen uns nach seiner Arbeit unweit von seinem Arbeitsort - ein mehrstöckiger Parkplatz eines Einkaufszentrum - entfernt. Er hat eine Pfeife im Mund, Kopfhörer um den Hals, trägt eine Kappe und ist eine große, imposante Gestalt. ... andere Berufsgeschichten lesen? Das Buch Berufsgeschichten - Menschen erzählen aus ihrer Arbeitswelt und wie sie diese erleben gibt es schon ab 5,95 Euro!
© 2005, 2008 Nick Melekian - Reproduktionen, Übersetzungen, Verbreitung, Weiterverarbeitung oder ähnliche Handlungen zu kommerziellen oder nichtkommerziellen Zwecken sowie Wiederverkauf sind ohne die schriftliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.
25.02.2011, 18:12 von admin |
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Kommentare
Eine sehr traurige Geschichte, finde ich. Und sie ist sehr bezeichnend für die Lage des Arbeitsmarktes in Deutschland. Immer Menschen sind gezwungen, in einem (vermutlich) schlecht bezahlten Brotberuf zu arbeiten, weil es in ihrem Ausbildungs- oder Traumberuf entweder keine freien Stellen gibt oder der Beruf wegrationalisiert wurde. Auch wenn das beim Pantomime sicher nicht der Fall wäre - irgendwie wirkt der Fall auf mich symptomatisch für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt!