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Bademeisterin (vollständig)

Bademeisterin

„Bademeister stehen nur am Beckenrand und sonnen sich". Dass dieses Klischee nicht wahr ist, weiß diese Bademeisterin zu berichten. Wer hätte gedacht, dass Bademeister sogar über rechtliche Fragen wie vorläufige Festnahmen Bescheid wissen müssen? Die hier erzählende Bademeisterin legt dar, wie vielschichtig ihr Beruf ist und warum auch ihr Privatleben davon nicht unberührt bleibt.

Sie ist Ende zwanzig und ledig. Das Gespräch findet auf einer Bank am Beckenrand statt. Es ist Nieselwetter bei herbstlichen Temperaturen im Juli. Während des Gesprächs hat sie stets aufmerksam das Becken und die umgebenden grünen Wiesen im Blick. Es ist spürbar, dass sie auch mit ihren Ohren alle Klänge wahrnimmt, um bei Tönen, die sie nicht als ungefährlich einstufen kann, präsent zu sein.


Buchhändlerin

Buchhändlerin

Als Buchhändlerin muss man viel lesen. Ideal ist es natürlich, wenn man das bereits gerne in der Freizeit tut. Der Beruf des Buchhändlers verliert in der heutigen Zeit etwas an Bedeutung. Die Bedrohung durch große Buch­handelsketten und neue Online-Buchgeschäfte haben großen Einfluss auf diesen Beruf. Deshalb ist die hier erzählende Buchhändlerin auch froh, sich bisher noch über Wasser halten zu können. Denn unabhängig von den finanziellen Herausforderungen macht ihr die Arbeit sehr viel Freude.

Das Interview fand während der Mittagspause im Hinterzimmer der Buch­handlung statt. Während des Gesprächs kommen regelmäßig Anrufe und Faxe hinein. Die Interviewte ist Mitte vierzig und ledig. 

Detektiv

Detektiv

Von der Bundeswehr verschlug es diesen Detektiv über eine Weiterbildungsmaßnahme zu seinem jetzigen Beruf. Er kann einige Klischees aus unzähligen Fernsehsendungen widerlegen und empfindet seinen Beruf nur in wenigen Fällen als wirklich spannend. Viele Tätigkeiten seien langweilig, Privataufträge verquickten ihn in Ehestreitigkeiten und es mangle an Anerkennung für die Arbeit eines Privatdetektivs. Wenn Privatkunden dann noch Dinge fordern, welche sie zwar aus dem Fernsehen kennen, die aber jeglicher Rechtsgrundlage entbehren, wird es nur allzu verständlich, warum er lieber gewerbliche als private Aufträge annimmt.

Er ist Ende vierzig, verheiratet, ohne Kinder und arbeitet schon 23 als Detektiv. Das Gespräch findet bei ihm Zuhause am Esstisch in einem Haus in ländlicher Gegend statt. Vor dem Grundstück steht ein älterer Sportwagen. Im Zimmer befinden sich zwei weitere Gastgeber: Zwei Hunde und eine Katze.


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