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Ergebnisse:Sekretärin im Hotel Bezeichnungen für den Berufsnamen der „Sekretärin" gibt es viele. So ist in vielen Unternehmen unter „Team-Assistentin" oder „Assistentin der Geschäftsleitung" der gleiche Beruf gemeint. Es gibt auch negative Bezeichnungen wie zum Beispiel „Tippse" oder „Mädchen für Alles". Hier berichtet eine Sekretärin, die ursprünglich im Bankgewerbe tätig war, diese Tätigkeit für eine Mutterschaftspause aufgab und danach als Sekretärin in das Berufsleben wiedereinstieg. Und obwohl sie eigentlich gerne einen anderen Beruf ausüben würde, glaubt sie nicht daran, in ihrem fortgeschrittenen Alter noch an einen neuen Job zu kommen. Sie ist Ende fünfzig, geschieden und hat drei erwachsene Kinder. Sie arbeitet in einem Hotel, das als Familienbetrieb geführt wird und circa fünfzig Mitarbeiter beschäftigt. Circa ein Drittel davon sind Aushilfskräfte.
Schaffender Germanist in Rente Germanistik wird von manchen Menschen als brotlose Kunst bezeichnet. Dieser in Deutschland lebende US-Amerikaner entschied sich für das Studium und würde sich über solch ein Klischee empören, wenngleich er sich lange Zeit nach der Universität durch Brotarbeiten über Wasser gehalten hat, die seiner Berufung überhaupt nicht entsprachen. Bis ihm dann eine fällige Lebensversicherung die Möglichkeit eröffnete, ein nicht von anderen unterstütztes Projekt in Eigenregie weiterzuführen ... Er ist Ende sechzig, getrennt lebend und hat zwei Kinder. Wir treffen uns in seiner kleinen Zweizimmerwohnung, in der jede Ecke mit Gegenständen gefüllt ist. Auf dem Boden sind unterschiedliche Stapel mit Literatur und in den Regalen an der Wand Reihen von Büchern. Dazwischen liegen Karteien, Notizen und sonstige Blätter sowie an einer noch freien Stelle im Raum ein behängter Kleidertrockner. Der Fokus eines jeden Besuchers richtet sich jedoch auf die drei nebeneinander stehenden Computer, zwischen welchen Manuskripthalter und Bücherständer das Ablesen von alten Handschriften eines großen deutschen Schriftstellers, die ein Laie wohl eher als Hieroglyphen bezeichnen würde, erleichtern. An der Wand neben den Computern hängen Startnummern und Erinnerungsbilder von Marathonläufen.
Lagerarbeiter (arbeitssuchend) Dieser Lagerarbeiter wurde an einem Berufsbildungswerk für Sehbehinderte in den neuen Bundesländern im Bereich der EDV ausgebildet. Allerdings hat er den Osten verlassen, da er dort keine berufliche Perspektive für sich sah und verlegte so seinen Wohnsitz nach Hamburg. Dort versuchte er mit seiner Ausbildung eine Stelle zu bekommen, was ihm aber aufgrund seiner Sehbehinderung nicht gelang. So arbeitete er schließlich als Zeitarbeiter bei diversen Firmen im Hamburger Hafen und hat die positiven wie auch negativen Aspekte dieser Beschäftigungsform kennengelernt. Die unkomplizierte Vorgehensweise in der Zeitarbeit spricht ihn an, allerdings wünscht er sich etwas mehr Planbarkeit für sein Leben, was aber eine feste Anstellung voraussetzen würde. Diese zu finden ist jedoch seiner Erfahrung nach ein schweres Unterfangen, da nicht nur seine Sehbehinderung, sondern auch sein bisheriger Lebenslauf mit Anstellungen als Zeitarbeiter potentielle Arbeitgeber abschrecke. Er ist Anfang dreißig, ledig und ohne Kinder. Weil er früher in der Punkszene aktiv war, trägt er auch heute noch einen Irokesenschnitt. Ideologisch ist er den Grünen verbunden.
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