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Ergebnisse:Pfarrer „im Ruhestand“ Kriegserfahrungen und all das damit verbundene Leid prägen Menschen tief und die Frage ist immer, wie man damit umgeht. Dieser Pfarrer hat sich nach seiner Zeit beim Militär bewusst gegen kriegerische Aus¬einander¬setzung entschieden, hat sein Abitur nachgeholt und Theologie studiert, um in den Dienst Gottes zu treten. Er bereut es nicht und betont immer wieder die vielen emotionalen Erfahrungen, die er in seinem Beruf machen durfte und die ihm das Leben bereicherten. Er spricht hier auch über unsere heutige Gesellschaft, welche aus seiner Sicht in emotionaler Armut lebt und ihre Gesprächskultur verloren hat. Er ist Ende siebzig, arbeitete mehr als fünfzig Jahre als katholischer Pfarrer und ist erst seit sechs Jahren im Ruhestand. Sein Vater war Handelsvertreter und wünschte sich, ein Arzt als Sohn. Weil jedoch diesem Pfarrer „die Herzen zuflogen", fiel ihm die Entscheidung zum Beruf innerhalb der Kirche nicht schwer. Nun wohnt er in einem Haus, in dem sechs weitere ehemalige Pfarrer leben. Dort findet das Interview in einem kleinen Raum des ersten Obergeschosses statt. Es liegen duzende Haufen von Papieren und Büchern herum. Während des Gesprächs kommt es immer wieder zu kurzen Unter¬brechungen, weil Leute unten an der Haustür klingeln.
Friedhofsangestellter Als Friedofsangestellter (eigentlich: Arbeiter im Bestattungsdienst) zu arbeiten bedeutet, tagtäglich mit dem Tod und der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert zu sein. Die eigentliche Arbeit, die der eines Landschaftsgärtners nicht unähnlich ist, tritt dabei aber klar in den Vordergrund. Dieser Vorarbeiter eines städtischen Friedhofs berichtet im Interview über die Schönheit des Friedhofs, den Zeitstress der Arbeit im Gegensatz zur Ruhe der Stätte und von den Begegnungen mit Verwandten der Toden beziehungsweise den zukünftigen „Kunden". Er arbeitet bereits seit dreizehn Jahren auf einem prachtvoll gelegenen Friedhof und hat als Aussiedler aus Kasachstan einen starken sprachlichen Akzent. Er empfängt mich sehr freundlich und zuvorkommend, trägt eine grüne Arbeitshose. Wir treffen uns im Sommer an einem Vormittag in einem kühlen, kargen, circa 15qm kleinen Aufenthaltsraum für die Bediensteten, welcher sich direkt neben den Aufbewahrungsräumen beziehungsweise Kühlhäusern der Leichen befindet. Das Gespräch wird immer wieder von kurzen, dienstlichen Handy-Anrufen unterbrochen.
Logopädin Logopäden arbeiten mit Menschen, die Schwierigkeiten im Bereich der Sprache und des Schluckens haben. Diese junge Frau ist als selbständige Logopädin voll und ganz zufrieden, da sie zusammen mit ihrer ehemaligen Chefin eine eigene Praxis führt und ihren Arbeitsalltag weitgehend autonom gestalten kann. Sie berichtet von Patienten, der Arbeit, deren Auswirkung auf ihre Wahrnehmung und der Hoffnung, vom Gesetzgeber kein Steine in den Weg gelegt zu bekommen.
Hebamme Hebamme ist ein echter Frauenberuf - von Frauen für Frauen. Dieser Berufsstand hat für werdende Mütter eine wichtige Rolle, was sich auch dadurch zeigt, dass in manchen Kulturen hohe Ausgangsvoraussetzungen an Ausübende dieses Berufs gestellt werden. Die hier erzählende Hebamme zeigt auf, wie sie sich erst über Umwege für den Beruf entschieden hat, welche Sichtweisen viele Hebammen im Vergleich zu Ärzten/-innen vertreten und wie gesellschaftliche Trends die Schwangerschaft und Geburt beeinflussen. Desweiteren gibt sie hier Einblicke in persönliche Erklärungs¬versuche bezüglich der steigenden Rate an Kaiserschnitt-Geburten. Sie ist Mitte vierzig, verheiratet, hat zwei fast erwachsene Kinder und ist seit achtzehn Jahren als Hebamme tätig. Das Gespräch findet morgens um neun Uhr vor ihrem ersten Hausbesuch in ihrer Wohnung statt, die mit warmen Rottönen eingerichtet und in ruhiger Lage gelegen ist. Es springt eine junge Katze umher, die während des Gesprächs verspielt die Welt entdeckt.
Diese Hausfrau hat neben ihrem Vollzeit-Job, der Erziehung ihrer Kinder, zugleich stets ihrem Ehemann bei der Buchhaltung seiner Firma geholfen und darüber hinaus selbst ein kleines Gewerbe mit einer eigenen, patentierten Erfindung gegründet. Inspiriert durch ein stinkendes Kirschkern-Kissen suchte sie Zutaten für neuartige Kissen und hat mittlerweile sowohl in Deutschland, als auch in Amerika einen Absatzmarkt gefunden. Sie erzählt hier von Ihrer Ausbildung, der Arbeit im Unternehmen ihres Mannes und über ihr eigenes Gewerbes. Speziell geht sie noch auf interkulturelle Unterschiede beim Vertrieb Ihrer Produkte ein. Sie ist Mitte vierzig, verheiratet und hat fünf Kinder. Das Gespräch findet bei ihr Zuhause statt. In der Wohnung ist kaum zu übersehen, dass ihr Mann Schreiner ist, da alles, was aus Holz gefertigt werden kann, dort selbst geschreinert wurde: Tisch, Stühle, Einbauschränke, Küche etc.
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