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Einkaufswagenschieber (vollständig)

Wagenschieber

Eine große Zahl der Menschen kann ihr Hobby nicht zum Beruf machen. Dieser Wagenschieber eines Einkaufszentrums würde zwar viel lieber als Pantomime arbeiten, hätte dann aber kein Auskommen und entschloss sich nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit daher, für den, wenn auch einfachen, „Brotberuf" des Wagenschiebers. Er erzählt von den Heinzelmännchen des Einkaufszentrums, die niemand kennt, aber jeder braucht, von Ein­kaufswagen und seinem Traum, eventuell doch noch eines Tages in die Manege zu wechseln.

Er ist Ende dreißig, ledig und hat ein Kind, das bei seiner früheren Partnerin wohnt. Ursprünglich arbeitete er als Stahlbetonbauer. Es ist mit 37,5 °C ein heißer Sommerabend. Das Gespräch findet nach seiner Arbeit un­weit von seinem Arbeitsort, ein mehrstöckiger Parkplatz eines Einkaufs­zentrums, entfernt statt. Er hat eine Pfeife im Mund, Kopfhörer um den Hals, trägt eine Kappe und ist eine große, imposante Gestalt - kaum zu übersehen.

 


Logopädin

Logopädin

Logopäden arbeiten mit Menschen, die Schwierigkeiten im Bereich der Sprache und des Schluckens haben. Diese junge Frau ist als selbständige Logopädin voll und ganz zufrieden, da sie zusammen mit ihrer ehemaligen Chefin eine eigene Praxis führt und ihren Arbeitsalltag weitgehend autonom gestalten kann. Sie berichtet von Patienten, der Arbeit, deren Auswirkung auf ihre Wahrnehmung und der Hoffnung, vom Gesetzgeber kein Steine in den Weg gelegt zu bekommen.


Sie ist Anfang dreißig, ledig und arbeitet seit sieben Jahren in ihrem Beruf.


Dönerladen-Besitzer (vollständig)

Dönerladen-Besitzer

Dönerbuden gibt es (fast) an jeder Ecke. Die Gründe dafür liegen laut diesem Dönerladen-Inhaber in dem Irrglauben, dass Kunden ungeachtet jeder Qualität in Scharen herbeiströmen, wenn der Preis nur stimmt. Gerade in kleineren Orten sei das Geschäft aber harte Arbeit und Freizeit dementsprechend Mangelware. Verändert habe das Geschäft zudem die Umstellung auf den Euro.

Er ist Mitte dreißig, verheiratet, hat zwei Kinder und einen starken türkischen Akzent mit holprigem Deutsch (das hier der Lesbarkeit wegen umformuliert wurde). Mittlerweile bringt er acht Jahre Erfahrung aus dem Döner-Geschäft mit. Das Interview findet in seinem kleinen Eckladen einer ruhigen 25.000-Einwohner Gemeinde statt. Der Dönerladen ist direkt neben einer Grundschule, etwas versteckt im Stadtzentrum gelegen. 

Hebamme

Hebamme

Hebamme ist ein echter Frauenberuf - von Frauen für Frauen. Dieser Berufsstand hat für werdende Mütter eine wichtige Rolle, was sich auch dadurch zeigt, dass in manchen Kulturen hohe Ausgangsvoraussetzungen an Ausübende dieses Berufs gestellt werden. Die hier erzählende Hebamme zeigt auf, wie sie sich erst über Umwege für den Beruf entschieden hat, welche Sichtweisen viele Hebammen im Vergleich zu Ärzten/-innen vertreten und wie gesellschaftliche Trends die Schwangerschaft und Geburt beeinflussen. Desweiteren gibt sie hier Einblicke in persönliche Erklärungs¬versuche bezüglich der steigenden Rate an Kaiserschnitt-Geburten.

Sie ist Mitte vierzig, verheiratet, hat zwei fast erwachsene Kinder und ist seit achtzehn Jahren als Hebamme tätig. Das Gespräch findet morgens um neun Uhr vor ihrem ersten Hausbesuch in ihrer Wohnung statt, die mit warmen Rottönen eingerichtet und in ruhiger Lage gelegen ist. Es springt eine junge Katze umher, die während des Gesprächs verspielt die Welt entdeckt.


Hausfrau und Unternehmerin

Diese Hausfrau hat neben ihrem Vollzeit-Job, der Erziehung ihrer Kinder, zugleich stets ihrem Ehemann bei der Buchhaltung seiner Firma geholfen und darüber hinaus selbst ein kleines Gewerbe mit einer eigenen, patentierten Erfindung gegründet. Inspiriert durch ein stinkendes Kirschkern-Kissen suchte sie Zutaten für neuartige Kissen und hat mittlerweile sowohl in Deutschland, als auch in Amerika einen Absatzmarkt gefunden. Sie erzählt hier von Ihrer Ausbildung, der Arbeit im Unternehmen ihres Mannes und über ihr eigenes Gewerbes. Speziell geht sie noch auf interkulturelle Unterschiede beim Vertrieb Ihrer Produkte ein.

Sie ist Mitte vierzig, verheiratet und hat fünf Kinder. Das Gespräch findet bei ihr Zuhause statt. In der Wohnung ist kaum zu übersehen, dass ihr Mann Schreiner ist, da alles, was aus Holz gefertigt werden kann, dort selbst ge­schreinert wurde: Tisch, Stühle, Einbauschränke, Küche etc.


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