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Klinikfriseurin mit Perückenfachgeschäft (vollständig)

Klinikfriseurin mit Perückenfachgeschäft

Klinikfriseurinnen haben mit kranken Menschen zu tun, die trotz ihres Schicksals weiterhin durch ein gesundes Aussehen in unserer Gesellschaft integriert bleiben wollen. Die Begriffe krank und gesund sind diskussionswürdig, werden jedoch hier aus dem üblichen Gesprächsgebrauch übernommen. Die hier vorgestellte Klinikfriseurin hat klein angefangen. Bei einfachen Dienstleistungen als Friseurin im Krankenhaus hat sie ihre Liebe zum Frisieren von Perücken entdeckt und ist nun stolz auf ihren Werdegang. Mit den mittlerweile fünf Läden ihrer Kette hat sie zwar für ihr Auskommen gesorgt - das aber war nicht immer so. Krankenkassen, Konkurrenz und Klinikalltag legten ihr immer wieder Steine in den Weg, die es beiseite zu räumen galt.

Vor dem Interview in Ihrem Geschäft wird eine Kundin noch fertigfrisiert und eine weitere im Nebenraum beraten. Überall hängen Perücken an den Wänden, auf Köpfen von Schaufensterpuppen. Eine Wand ist ganz mit Kartons (ähnlich, aber schmaler als Schuhkartons) zugestellt, in welchen sich eine Vielzahl weiterer Perücken vermuten lassen.


Reiseverkehrskauffrau

Reiseverkehrskauffrau

Reiseverkehrskauffrauen haben den Vorteil, dass sie sich mit dem, was andere Menschen nur im Urlaub erleben, laufend in ihrem Berufsleben beschäftigen. Darüber hinaus ist es üblich, neben den Privatreisen auch Seminarreisen zu unternehmen, um über mögliche Ziele bestens auf dem Laufenden zu sein und Kontakte persönlich zu pflegen. Diese Reiseverkehrskauffrau hat sich für ihren Beruf speziell aus diesen Gründen entschieden. Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt und der Beruf bringt, wie sie uns in diesem Interview verdeutlicht, viel Stress mit sich. Die Konkurrenz im Internet wächst und die Branche muss versuchen, sich durch einen guten Service gegenüber den Billigangeboten zu behaupten.

Die hier erzählende Reiseverkehrskauffrau ist Mitte zwanzig und arbeitet im Reisebüro ihrer Schwester. Das Büro hat zwei Beratungsplätze, ist keiner Kette zugehörig und ist an einem zentralen Verkehrsschnittpunkt einer Stadt gelegen. Das Gespräch musste im Vorfeld ein paar Mal verschoben werden, weil stets zu viel Betrieb war. Auch am Tag des Interviews ist herrscht Hochbetrieb: Kunden im Geschäft und eine Vielzahl Anrufe, die vorüber­gehend von der Schwester bedient werden. 

Entwicklungsingenieur

Entwicklungsingenieur (Elektrotechnik)

Nach Arbeitsverhältnissen im Vertrieb und Qualitätsmanagement fand dieser Elektroingenieur seinen Traumberuf nun in der Entwicklung von Haushalts­geräten. Entgegen der Tatsache, dass Ingenieure oft als Stuben­hocker oder Eigenbrötler betrachtet werden, erzählt er hier, dass diese Eigenschaften auch dort äußert hinderlich wären. Neben der Beschreibung seiner ersten Jobs beschreibt er die Arbeit und Besonderheiten in der Ent­wicklung von Geräten, die millionenfach gefertigt und verkauft werden.

Er ist Anfang vierzig, ledig ohne Kinder und arbeitet seit acht Jahren in der Entwicklung. Die Begeisterung, die er durch seinen Job empfindet, ist während des Gesprächs deutlich spürbar.



Dönerladen-Besitzer (vollständig)

Dönerladen-Besitzer

Dönerbuden gibt es (fast) an jeder Ecke. Die Gründe dafür liegen laut diesem Dönerladen-Inhaber in dem Irrglauben, dass Kunden ungeachtet jeder Qualität in Scharen herbeiströmen, wenn der Preis nur stimmt. Gerade in kleineren Orten sei das Geschäft aber harte Arbeit und Freizeit dementsprechend Mangelware. Verändert habe das Geschäft zudem die Umstellung auf den Euro.

Er ist Mitte dreißig, verheiratet, hat zwei Kinder und einen starken türkischen Akzent mit holprigem Deutsch (das hier der Lesbarkeit wegen umformuliert wurde). Mittlerweile bringt er acht Jahre Erfahrung aus dem Döner-Geschäft mit. Das Interview findet in seinem kleinen Eckladen einer ruhigen 25.000-Einwohner Gemeinde statt. Der Dönerladen ist direkt neben einer Grundschule, etwas versteckt im Stadtzentrum gelegen. 

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