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Ergebnisse:Friedhofsangestellter Als Friedofsangestellter (eigentlich: Arbeiter im Bestattungsdienst) zu arbeiten bedeutet, tagtäglich mit dem Tod und der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert zu sein. Die eigentliche Arbeit, die der eines Landschaftsgärtners nicht unähnlich ist, tritt dabei aber klar in den Vordergrund. Dieser Vorarbeiter eines städtischen Friedhofs berichtet im Interview über die Schönheit des Friedhofs, den Zeitstress der Arbeit im Gegensatz zur Ruhe der Stätte und von den Begegnungen mit Verwandten der Toden beziehungsweise den zukünftigen „Kunden". Er arbeitet bereits seit dreizehn Jahren auf einem prachtvoll gelegenen Friedhof und hat als Aussiedler aus Kasachstan einen starken sprachlichen Akzent. Er empfängt mich sehr freundlich und zuvorkommend, trägt eine grüne Arbeitshose. Wir treffen uns im Sommer an einem Vormittag in einem kühlen, kargen, circa 15qm kleinen Aufenthaltsraum für die Bediensteten, welcher sich direkt neben den Aufbewahrungsräumen beziehungsweise Kühlhäusern der Leichen befindet. Das Gespräch wird immer wieder von kurzen, dienstlichen Handy-Anrufen unterbrochen.
Rechtsanwalt Vom Hauptschüler zum Rechtsanwalt - der Werdegang dieses Fachanwalts für Strafrecht zeigt die Möglichkeit, auch entfernte Träume zu verwirklichen. Er ist froh, Menschen helfen zu können und betont, dass Helfen nicht nur durch soziale Arbeit, sondern auch durch Wissen geleistet werden kann, welches anderen Menschen fehlt. Er erzählt, wie er während seines Zivildienstes noch Sozialarbeiter werden wollte, dann beim Begleiten von Straffälligen das Interesse an Jura bekam. Hier geht er auch auf das Ansehen der Anwälte ein, dem Ablauf des Prozesses vor Gericht, wie wichtig Plädoyers wirklich sind und was er von Straftätern hält. Er ist Mitte dreißig, verheiratet ohne Kinder und seit fünf Jahren berufstätig. Im Gespräch ist seine Begeisterung zu seinem Beruf ausgesprochen spürbar.
Entwicklungsingenieur (Elektrotechnik) Nach Arbeitsverhältnissen im Vertrieb und Qualitätsmanagement fand dieser Elektroingenieur seinen Traumberuf nun in der Entwicklung von Haushaltsgeräten. Entgegen der Tatsache, dass Ingenieure oft als Stubenhocker oder Eigenbrötler betrachtet werden, erzählt er hier, dass diese Eigenschaften auch dort äußert hinderlich wären. Neben der Beschreibung seiner ersten Jobs beschreibt er die Arbeit und Besonderheiten in der Entwicklung von Geräten, die millionenfach gefertigt und verkauft werden. Er ist Anfang vierzig, ledig ohne Kinder und arbeitet seit acht Jahren in der Entwicklung. Die Begeisterung, die er durch seinen Job empfindet, ist während des Gesprächs deutlich spürbar.
Metzgerin Als Frau im Fleischereigewerbe zu arbeiten muss noch vor einigen Jahrzehnten auf Männer befremdlich gewirkt haben. Nichtsdestotrotz hat diese Metzgerin entgegen allen Missbilligungen und Unkenrufen ihren Traumberuf verwirklicht und arbeitet in der Produktion eines Fleischereibetriebs. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Verzehr von Fleisch auch in ihrem Privatleben eine große Rolle spielt und schon immer ein fester Bestandteil ihres Speiseplans war. Neben ihrem Beruf erzählt sie von ihrer Meinung über Vegetarier, dem besten Hausrezept für zarte Hände und von der Bürokratie aus Brüssel, die wie sie meint, weit davon entfernt sei, logisch erklärt werden zu können. Sie ist Anfang dreißig, verheiratet, hat zwei Kinder und wurde bereits als beste Fleischerin auf dem Gebiet der Leberwurst ausgezeichnet. Ort des Treffens ist der Fleischerei-Verkaufsraum einer Kleinstadt. Das Gespräch findet an einem der zwei Imbisstische statt, die normalerweise dazu genutzt werden, um die an der Theke angebotenen, warmen Speisen noch im Lokal zu verspeisen. Es herrscht viel Publikumsverkehr. Weil sie um sechs Uhr morgens den unerwarteten Anruf bekam, kurzfristig für eine Kollegin im Verkauf einzuspringen, wird das Gespräch immer wieder unterbrochen, damit sie hinter der Theke aushelfen kann. Denn Kundenservice ist alles: Der Wettbewerb und die Rahmenbedingungen für kleinere Fleischereibetriebe ist hart, sodass um jeden Kunden gekämpft wird.
Polizist Der Beruf des Polizisten gehört zu den bekanntesten, zumal bereits jeder schon mehr oder weniger, direkt oder indirekt mit Polizisten zu tun hatte oder die Hüter des Gesetzes zumindest im täglichen Leben wahrnimmt: Ob durch Streifenwagen, Polizeiwachen oder Straßenkontrollen, umherlaufende Polizisten oder Grenzpolizisten am Flughafen. In Zeiten laufender Auslandseinsätze gibt es für motivierte Polizisten die abwechslungsreiche Option, ganz neue Erfahrungen außerhalb des gewohnten Umfelds zu machen. Dieser erfahrene Polizist beschreibt die unterschiedlichsten Aspekte des Berufs und gibt die Möglichkeit, über den Tellerrand hinaus in die Polizeiarbeit anderer Länder zu blicken, da auch er auf einige Erfahrung mit Auslandseinsätzen zurückblicken kann. Er ist Mitte fünfzig, geschieden, ohne Kinder und arbeitet seit vierunddreißig Jahren als Polizist. Mittlerweile ist er Polizeioberkommissar und in der internen Personalberatung tätig. Er hat sein Büro in einem großen Gebäudekomplex mit langen Gängen und vielen Türen. In seinem circa 10qm überschaubaren Raum hängen an den Wänden zahlreiche Andenken aus Auslandseinsätzen wie beispielsweise Abzeichen ausländischer Polizei.
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