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Ergebnisse:Pfarrer „im Ruhestand“ Kriegserfahrungen und all das damit verbundene Leid prägen Menschen tief und die Frage ist immer, wie man damit umgeht. Dieser Pfarrer hat sich nach seiner Zeit beim Militär bewusst gegen kriegerische Aus¬einander¬setzung entschieden, hat sein Abitur nachgeholt und Theologie studiert, um in den Dienst Gottes zu treten. Er bereut es nicht und betont immer wieder die vielen emotionalen Erfahrungen, die er in seinem Beruf machen durfte und die ihm das Leben bereicherten. Er spricht hier auch über unsere heutige Gesellschaft, welche aus seiner Sicht in emotionaler Armut lebt und ihre Gesprächskultur verloren hat. Er ist Ende siebzig, arbeitete mehr als fünfzig Jahre als katholischer Pfarrer und ist erst seit sechs Jahren im Ruhestand. Sein Vater war Handelsvertreter und wünschte sich, ein Arzt als Sohn. Weil jedoch diesem Pfarrer „die Herzen zuflogen", fiel ihm die Entscheidung zum Beruf innerhalb der Kirche nicht schwer. Nun wohnt er in einem Haus, in dem sechs weitere ehemalige Pfarrer leben. Dort findet das Interview in einem kleinen Raum des ersten Obergeschosses statt. Es liegen duzende Haufen von Papieren und Büchern herum. Während des Gesprächs kommt es immer wieder zu kurzen Unter¬brechungen, weil Leute unten an der Haustür klingeln.
Ein Schulleiter repräsentiert neben seiner vielfältigen Führungsfunktion auch die Schule nach außen. Ganz nebenbei gibt er meist noch selbst Unterricht. Dieser Schulleiter eines beruflichen Schulzentrums hat sich bewusst für die Fülle an Aufgaben entschieden, da sie ihm viel Kreativität und Freiheit biete. Er spricht von seinen Aufgabenbereichen, gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Schule an. Des Weiteren erzählt er, warum er von den vielen neuen Medien in der Schule nicht viel hält und wie Motivation, eigenständiges Denken sowie das Erarbeiten von Lernstoff aus seiner Sicht verbessert werden könnten. Er ist Ende fünfzig, verheiratet, hat zwei Kinder und ist seit vierzig Jahren als Lehrer tätig. Es ist die letzte Woche der Sommerferien, daher ist die Schule während des Gesprächs noch weitgehend menschenleer. Es herrscht Ruhe - nur im Sekretariat und im Lehrerzimmer herrscht bereits Hochbetrieb. Weil der Schulleiter bei allen organisatorischen Vorbereitungen auf das kommende Schuljahr für eine wichtige Rolle spielt, wird das Gespräch laufend von Anrufen unterbrochen.
Leiter einer eigenen Nachilfeschule Viele Nachhilfelehrer entscheiden sich nicht freiwillig für diesen Beruf, sondern werden aufgrund fehlender Lehrerstellen an den staatlichen Schulen dazu verdammt, freiberuflich in privaten Nachhilfeinstituten zu arbeiten. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage für Lehrer und den geringen Aussichten auf eine Verbeamtung hatte sich auch dieser examinierte Lehrer selbstständig gemacht. Nun, da er nicht mehr freiberuflich oder als Angestellter für andere arbeitet, hat er dies schätzen gelernt und füllt mit seinem Angebot eine Lücke im deutschen Schulsystem. Er erzählt von seinen Wettbewerbsvorteilen, dem französischen Schulsystem und Schulproblemen, die Eltern allein durch eine veränderte innere Einstellung und Kommunikation verhindern könnten.
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